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Fritz Winter

Fritz Winter (1905−1976) zählt zu den herausragenden Künstlern der deutschen Nachkriegsabstraktion. Im Anschluss an eine Ausbildung am Bauhaus bei Wassily Kandinsky, Paul Klee und Oskar Schlemmer malte Winter seit ca. 1930 ausschließlich abstrakt. Die Zeit des Nationalsozialismus verbrachte er in innerer Emigration in Dießen am Ammersee und erhielt 1937 Malverbot. Nach Kriegsjahren an der Ostfront und russischer Gefangenschaft kehrte Winter erst 1949 nach München zurück. Mit Willi Baumeister, Rupprecht Geiger, Theodor Werner und anderen gründete er die „Gruppe der Gegenstandslosen“ ZEN 49. Seit den 1950er Jahren erhielt er zahlreiche bedeutende Kunstpreise und feierte große internationale Erfolge.

Das maltechnisch und in seiner Formensprache vielseitige Œuvre Winters steht in einer Tradition, die der Kunst des Blauen Reiter wie des Bauhaus gleichermaßen verpflichtet ist. Von den 1950er und 60er Jahren an setzte sich Fritz Winter auch mit den neueren Tendenzen des Informel und der Farbfeldmalerei auseinander. Seine abstrakte Formensprache möchte in klassisch ausgewogenen Bildkompositionen immer einen übergeordneten Bezug zur Natur offenbaren, der die verborgenen, jedoch elementaren Kräfte und Strukturen der Schöpfung sichtbar macht.   

Bildergalerie ausgewählter Werke