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Archiv der Ausstellungen

FRITZ WINTER
Pinakothek der Moderne, München
Sammlung Moderne Kunst
03.02.2018  ‐  22.07.2018


Fritz Winter begann seine künstlerische Laufbahn 1927 am Bauhaus in Dessau als Schüler von Wassily Kandinsky, Oskar Schlemmer und Paul Klee. Parallel zur Ausstellung „Paul Klee. Konstruktion des Geheimnisses“ in der Pinakothek der Moderne (01.03.-10.06.2018) zeigt die Fritz-Winter-Stiftung 18 Arbeiten aus dem Frühwerk des wohl bekanntesten Klee-Schülers von den 1920er- bis in die 1940er-Jahre.

Höhepunkt sind zwei Neuerwerbungen aus der Werkgruppe „Triebkräfte der Erde“, die der im Nationalsozialismus als entartet geltende Künstler 1944 im Verborgenen schuf. Die „Triebkräfte“ wurden in der Nachkriegszeit als Schlüsselwerke abstrakten Formenreichtums gefeiert und stehen bis heute für die Qualität und das Wirkungsvermögen in innerer Emigration entstandener Kunstwerke.

Die Präsentation in Saal 15 zeigt eine kleine Auswahl des neuen Kernbestandes der Fritz-Winter-Stiftung, der den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen auf unbegrenzte Zeit als Leihgabe zur Verfügung gestellt wird.

Zum 1. März 2018 erscheint eine Publikation mit dem Bestandsverzeichnis dieses neuen Kernbestandes:

Ausgewählt. Kernbestand Fritz-Winter-Stiftung, hg. von den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und der Fritz-Winter-Stiftung, mit Texten von Catrin Klingsöhr-Leroy, Bernhard Maaz, Anna Rühl und Heike Stege, Kehrer Verlag, Heidelberg 2018, 172 Seiten, 230 Farbabb.

Kuratorin: Anna Rühl

 

 

FRITZ WINTER: DIE 1960ER JAHRE. JAHRZEHNT DER FARBE

26.11.2015 - 28.02.2016
Pinakothek der Moderne, München

Spätestens seit seinem vielbeachteten Auftritt auf der ersten Documenta in Kassel 1955 galt Fritz Winter als einer der wichtigsten deutschen Vertreter der abstrakten Malerei und als Aushängeschild der Nachkriegsmoderne in der BRD. Seine informelle, zunehmend grafisch geprägte Malerei der 1950er Jahre wird ab 1960 durch neue Impulse noch einmal entscheidend verwandelt.

Das Thema Farbe tritt in den Vordergrund, der malerische Duktus wird freier und experimenteller. Fritz Winter knüpfte damit an seine Bildraumkonzepte der 1930er Jahren an – an Naturformen und Bilder innerer  Landschaften. Es ist ein neuer Ansatz im Werk des ehemaligen Bauhausschülers, das „Innere der Natur“ zu erkunden und zugleich eine Rückbesinnung auf seine Lehrer Wassily Kandinsky und Paul Klee.

Die Ausstellung präsentiert diesen bisher wenig bekannten Aspekt des Werkes von Fritz Winter, vereinigt die bei den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen angesiedelte Fritz-Winter-Stiftung doch den größten Teil von Winters Œuvre der 1960er Jahre.

Kuratorin: Anna Rühl

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Ausführliche Informationen zur Ausstellung (inklusive umfangreichem Begleitprogramm) im Flyer (PDF-Format)

 

 

LICHT-BILDER. FRITZ WINTER UND DIE ABSTRAKTE FOTOGRAFIE
09.11.2012 - 17.02.2013
Pinakothek der Moderne, München

 

In seinem wenig bekannten Frühwerk setzte sich der Maler Fritz Winter (1905-1976) obsessiv mit der Ästhetik des Lichts auseinander. Als Bauhaus-Schüler prägte ihn die grenzenlose Lichteuphorie der internationalen Avantgarden zwischen Expressionismus und Konstruktivismus. Das Licht der Großstädte mit Scheinwerfern, Lichtspieltheatern und Leuchtreklamen gab der ästhetischen Gestaltung neue Impulse; Röntgenstrahlen, Radioaktivität und Mikrofotografie machten bislang unbekannte Energien und Bereiche der Natur erfahrbar.

In seinen 1934-1936 entstandenen "Lichtbündel- und Kristallbildern" widmete sich Fritz Winter auf virtuose Weise Aspekten der Spiegelung, Strahlung oder Brechung von Licht. Seine nahezu monochromen Gemälde umfassen Kristallformen und Strahlenbündel, sie fokussieren das Erdinnere und die unbegrenzten Weiten des Kosmos, sie versperren den Bildraum mit dunklen Gittern oder verleihen ihm gläserne Transparenz.

Erstmals wird 25 Lichtbildern von Fritz Winter eine internationale Auswahl von 40 der frühesten abstrakten Fotografien gegenüber gestellt. In den 1910er bis 1930er Jahren experimentierten Künstler mit verschiedensten fotografischen Verfahren, um die genuinen Qualitäten des Lichtbildes jenseits der Gegenständlichkeit zu erkunden. In der Zusammenschau von Vintage Prints und Gemälden werden die Gestaltungsprinzipien des "Neuen Sehens" in der Fotografie und der abstrakten Malerei unmittelbar anschaulich.

Mit Alvin Langdon Coburns "Vortografien" präsentiert die Ausstellung die frühesten abstrakten Fotografien überhaupt. Daneben sind die singulären "cut paper abstractions" des Amerikaners Francis Bruguière und abstrahierende Glaskompositionen des Tschechen Jaromír Funke zu sehen. Die bahnbrechenden Fotogramme von László Moholy-Nagy werden in einer exklusiven Auswahl ebenso gezeigt wie die unbekannteren kameralosen Fotografien von Ernst Schwitters. Seltene Großformatabzüge der Kristallfotografien von Alfred Ehrhardt markieren den ästhetischen Höhepunkt der Kristalleuphorie der 1930er Jahre. Glasfotografien von Willy Zielke ergänzen die Auswahl der Werke um eine weitere fotohistorisch bedeutende Position der Neuen Sachlichkeit.

Die Ausstellung vereint 25 herausragende Gemälde Fritz Winters aus deutschen Museen und Privatsammlungen sowie 40 internationale Fotografie-Leihgaben, u. a. aus dem Centre Pompidou, Paris, dem George Eastman House in Rochester, New York, dem Museum Folkwang, Essen, dem Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg, der Neuen Galerie Kassel, der Kunsthalle Mannheim, der Stiftung Ann und Jürgen Wilde, München, und dem Kunstmuseum Stuttgart.

Kurator: Dr. Oliver Kase, Referent für Klassische Moderne/Pinakothek der Moderne Co-Kuratorin: Dr. Anna Rühl, Kuratorin der Fritz-Winter-Stiftung

 

Hans Arp − Fritz Winter. Dialog ohne Begegnung

Hrsg.: Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Fritz-Winter-Stiftung. Ausstellung und Katalog: Cathrin Klingsöhr-Leroy. Ausst.-Kat. Pinakothek der Moderne, München, 14.2.2008−12.5.2008. Köln 2008, 111 S., ISBN 978-3-87909-951-1

Triebkräfte der Erde − Winter, Klee, Marc, Beuys, Kirkeby

Hrsg.: Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Fritz-Winter-Stiftung. Ausstellung und Katalog: Cathrin Klingsöhr-Leroy. Ausst.-Kat. Pinakothek der Moderne München, 27.10.2005−15.1.2006. Köln / München 2005, 199 S., ISBN 3-87909-878-6

Naum Gabo - Fritz Winter. 1930−1940

Ausstellung und Katalog: Hubertus Gassner und Cathrin Klingsöhr-Leroy. Ausst.-Kat. Museum Folkwang, Essen, Stiftung Moritzburg, 29.11.2003−13.6.2004. München / Ostfildern 2003, 153, 40 S.

Klee − Winter − Kirchner. 1927-1934

Hrsg.: Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Fritz-Winter-Stiftung, Westfälisches Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte, Münster. Ausstellung und Katalog: Cathrin Klingsöhr-Leroy. Ausst.-Kat. Westfälisches Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte Münster, Neue Pinakothek München, 14.1.2001−30.4.2001. München / Ostfildern-Ruit 2001, 161 S.

ZEN 49 − Fragmente der Erinnerung

Hrsg.: Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Fritz-Winter-Stiftung, Ausstellung und Katalog: Iris Buchheim und Cathrin Klingsöhr-Leroy. Ausst.-Kat. Neue Pinakothek München, 27.10.1999−16.01.2000. München / Ostfildern-Ruit 1999, 111 S.

Franz Marc und Fritz Winter. Bilder zum Krieg

Hrsg.: Bayerische Staatsgemäldesammlungen. Ausstellung und Katalog: Cathrin Klingsöhr-Leroy, Carla Schulz-Hoffmann. Ausst.-Kat. Staatsgalerie Moderner Kunst München, 28.3.−19.5.1996. München / Ostfildern-Ruit 1996, 87 S., ISBN 3-7757-0602-X

Fritz Winter. Gemälde und Arbeiten auf Papier

Hrsg.: Cathrin Klingsöhr-Leroy, Fritz-Winter-Stiftung München, Wolfgang Savelsberg, Museum Schloß Mosigkau Dessau. Ausst.-Kat. Museum Schloß Mosigkau Dessau, Anhaltinische Gemäldegalerie Dessau, Museum am Ostwall Dortmund, 4.11.1995−3.3.1996. München, Forstinning 1995, 94 S., ISBN 3-930134-08-X

Fritz Winter. Vom Bauhaus zum Informel

Ausst. Dresden, Gemäldegalerie Neue Meister, Albertinum, 15.9.−1.11.1992

Fritz Winter. Gemälde und Zeichnungen aus dem Besitz der Fritz Winter Stiftung

Ausstellung und Katalog: Carla Schulz-Hoffmann, Claudia Boess. Ausst.-Kat. Pavillon des Arts, Paris, 24.8.−6.11.1988. München 1988, 87 S., ISBN 3-7774-4950-4